Inobhutnahme
„Man ist nicht daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.“
(Christian Morgenstern)
Wir sind eine Einrichtung der Jugendhilfe. Die Grundlage für die Inobhutnahme ist der §42 SGB VIII als Pflichtaufgabe des Jugendamtes, die keiner vorherigen Antragstellung bedarf. Eine bereits bestehende Hilfe zur Erziehung schließt die Inobnahme nicht aus. Kinder und Jugendliche werden in Obhut genommen, wenn eine Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen besteht (§ 8a SGB VIII), sowie wenn das Kind oder der Jugendliche selbst um Aufnahme bitten.
Wen wollen wir ansprechen?
- Kinder und Jugendliche, die sich in einer Notsituation befinden
- Probleme mit der Schule
- Beziehungskrise mit den Eltern, Rausschmiss
- bei körperlichen und / oder psychischen Misshandlungen
- junge minderjährige Obdachlose (bis 16 Jahren)
- minderjährige Flüchtlinge und Asylbewerber ohne Begleitung
Die Inobhutnahmestelle steht für Kinder und Jugendliche zur Verfügung, die sich in Krisensituationen zu Hause, in der Schule oder im Bekanntenkreis befinden und Entscheidungshilfen benötigen.
Bei uns finden Sie Schutz, Unterkunft und eine Auszeit, um ihre Perspektiven zu klären.
Neben Jugendlichen, die sich selbst bei uns melden oder von ihren Eltern gebracht werden, können sich auch dritte Personen, z. B. Polizei, Lehrer, Nachbarn an uns wenden und auf Situationen aufmerksam machen, die eine Inobhutnahme des Kindes notwendig erscheinen lassen. Die Einweisung erfolgt über das zuständige Jugendamt.
Was können wir für Euch tun?
Bei uns erhaltet Ihr:
- Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen
- Schutzraum für die momentane unerträgliche Lebenssituation
- Zeit, gemeinsam mit uns nach Auswegen und Perspektiven zu suchen
- Unterstützung im "Alltagschaos" -in der Auseinandersetzung mit Eurer Krisensituation
- Verständnis gegenüber Euren Gefühlen und Gedanken
- Hilfe zur Selbsthilfe
Wann könnt Ihr uns erreichen?
Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, also auch nachts, an Feiertagen, in den Ferien, am Wochenende.
Wir sind jederzeit für Euch da!
Die Erzieher der Inobhutnahmestelle bieten den Jugendlichen Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, begleiten akute Krisensituationen und erarbeiten gemeinsam mit den Jugendlichen neue Perspektiven und Auswege. In diesem Prozess sollen möglichst alle beteiligten Akteure, wie Eltern, Jugendamt, Lehrer, Ärzte, therapeutische Einrichtungen einbezogen werden. Hier werden in moderierten Gesprächen erste Netzwerke für den weiteren Hilfeverlauf aufgebaut und eine zeitnahe Entscheidung über die weiterführenden Hilfen getroffen.
„Trau dich:
Wenn du etwas wagst, kannst du etwas verlieren. Wenn du nichts wagst,
wirst du bestimmt etwas verlieren.
Das größte Risiko ist es, NICHTS zu tun. „
(Robert Goizueta)

